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Ruhr-Nachrichten, Lünen, 22. Januar 2002

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Dr. Jekyll und Mr. Hyde im "Greif"

Band "Strange Affairs" machte Spaß

 

Wethmar · Es gehört zu den schwierigsten Übungen, ein berühmtes Gitarren-Solo auf die Note exakt nachzuspielen. Die "Gitarreros" der Rock- und Bluesband "Strange Affairs" schafften dieses Kunststück - und im Verbund mit ihren Mitstreitern am Bass, Schlagzeug und Mikrophon noch einiges mehr.

Am Samstagabend bereiteten sie, wenn auch nur wenigen, Zuhörern in der Kneipe und Galerie "Zum Greif" einen unterhaltsamen Abend. Selbst komponierte Stücke wechselten sich mit Interpretationen bekannter Lieder ab. Zu letzteren gehörte am Samstag "Hotel California" von den Eagles. Wie Holger Schindler und Jürgen Wehmeyer das zweistimmige Solo inszenierten, machte Spaß. Und auch die "Wishbone Ash"-Nummern, die die Essener Band mit neuem Leadsänger auf die Bühne brachten, gefielen.

Zum Profil der Band gehört es, sich in keine zeitliche Schublade stecken zu lassen. Es sind alte, ganz alte, uralte und neue Lieder, die die Musiker zu Gehör bringen. Aber wichtigstes Markenzeichen der Band ist der Spaß, den die Mitglieder der Gruppe am Auftritt haben. Beispiel Jürgen Wehmeyer: der Gitarrist, eben noch unscheinbar am Bühnenrand, wandelt sich von "Dr. Jekyll" zu "Mr. Hyde", sobald er sein Instrument um den Hals hängen hat. Gerade steht er noch regungslos auf der Bühne, da robbt er im nächsten Moment zu "Blues Brothers"-Klängen auf dem Boden herum.

Die Atmosphäre auf der Bühne übertrug sich fast zwangsläufig auf das Publikum. Beifall, Zugaben, Feierabend. Zufrieden. · Bre